Geistliches Wort

August 19th, 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

„Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt, Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt. Liebe lebt auf, die längst erstorben schien: Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün. Über Gottes Liebe brach die Welt den Stab, wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab. Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn? Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün. Im Gestein verloren Gottes Samenkorn, unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn – hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien: Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.”

Seit einigen Jahren wird dieses moderne Kirchenlied in unseren Gottesdiensten gesungen, liebe Leserin, lieber Leser. Auf moderne und verständliche Weise wird von Passion und Ostern erzählt: Das Leiden Jesu, sein Sterben am Karfreitag und seine Auferstehung am Ostersonntag. Etwas, das vielen Menschen fremd und unverständlich geworden ist.
„Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.“ Gerade in den Wochen vor Ostern und zu Ostern sollen wir spüren, dass wir Gott nicht gleichgültig sind, dass Gott uns nicht irgendeinem blinden Schicksal oder dem Zufall überlässt. Dass Gott sich für dich interessiert, weil er dich bedingungslos liebt. Weil du etwas ganz Besonderes für ihn bist. „Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.“ Gott weiß, was dein Leben ausmacht, vor allem was  dein Leben schwer macht und er will dir helfen, die schmerzlichen Zeiten deines Lebens durchzustehen. Das ist für mich der wichtigste Grund dafür, dass Jesus geboren worden ist, dass  er  gelitten hat, am Kreuz gestorben ist und am Ostersonntag auferstanden ist. Passion und Ostern zeigen einen menschlichen Gott, der die Schattenseiten menschlichen Lebens nur zu gut kennt: Leiden, Krankheit, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Sterben und Tod. Aus dieser bedingungslosen und für diese Liebe hat Jesus gelebt und ist er gestorben. Eine Liebe, die nur scheinbar mit dem Tod endet. Denn die Liebe Gottes ist nicht totzukriegen. Am Ende setzt sich das Leben durch. Wenn du darauf vertrauen kannst, dann spürst du, was Ostern ist. Gesegnete Ostern wünscht Ihnen auch im Namen von Maike Engelkes, Friederike Ohm und  Sandra Ruge-Tolksdorf

                              Ihr Rainer Petrowski

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