Kirchengemeinde Marne

A chinese lion statue

Herzlich Willkommen auf der Homepage der Kirchengemeinde Marne. Wir möchten Sie gerne informieren und einladen: Besuchen Sie uns in unserern Gottesdiensten, in unseren Gruppen und Kreisen oder den besonderen Veranstaltungen. Wir freuen uns auf Sie!

Aktualisierung am 12. Juli 2020

Videogottesdienst vom 12. Juli 2020 (siehe unter Videogottesdienste)
Predigt vom 19. Juli und vom 12. Juli (siehe unter Aktuelle Predigt)
Kirchenbote 133 (2/2020) (siehe unter Kirchenbote)
Neues Konfirmandenmodell (siehe unter Konfirmanden)
Neues von Mitarbeitenden (siehe unter Mitarbeitende)
Seniorennachmittage (siehe unter Senioren)
Goldene Konfirmation, Erntedank, Lektorengottesdienst (siehe unter Besondere Gottesdienste)

Aktuelles aus dem Kirchengemeinderat

Unsere Prädikantin i.A Svenja Engel berichtet

„Du solltest die Prädikantenausbildung machen“, sagten Katja und Jochen Hose zu mir. „Das würde gut zu dir passen und du wirst es auch gut machen.“ Bald vier Jahre ist dieses Gespräch nun schon her und ich habe mir die Entscheidung damals nicht leicht gemacht. Schließlich bin ich berufstätig, nicht mehr die Jüngste (heute 56) und habe zudem durch unsere Schäferei zuhause wirklich genug zu tun. Aber ich habe mich damals für die Ausbildung entschieden und bin nun schon im dritten und damit letzten Jahr!

Seit Mai 2018 besuche ich pro Ausbildungsjahr an sechs verlängerten Wochenenden und einer ganzen Woche das Predigerseminar in Ratzeburg. Unsere Ausbilder vermitteln uns 20 Teilnehmern theologische Grundkenntnisse, Möglichkeiten zum Gestalten von Andachten und Gottesdiensten und Schritte zum Schreiben einer Predigt. Von einem Theologiestudium ist die Prädikantenausbildung allerdings meilenweit entfernt, denn wir können die Themen in der kurzen Zeit allenfalls anreißen. Dennoch ist die Ausbildung sehr zeitaufwändig und ich bin froh, dass mich mein Mann Udo dabei so unterstützt. Es bedarf schon umfassender Planung, wenn die Frau des Hauses auf dem Höhepunkt der Lammzeit für drei Tage nach Ratzeburg fährt!

Neben meinen beiden Ausbildern in Ratzeburg gibt es noch drei weitere Pastoren, die mich bei meiner Ausbildung unterstützen. Das war zum einen mein damaliger Gemeindepastor, Dr. Jochen Hose, der mich in die Praxis der Gottesdienste in Marne einführte. Seit seinem Weggang nach Kiel ist es Pastor Petrowski, der mir zur Seite steht. Zum anderen gibt es da noch meine Mentorin Pastorin Ina Brinkmann aus Büsum. Bei unseren regelmäßigen Treffen vertiefen wir Glaubensthemen und sprechen auch über die Gestaltung meiner Predigten. Sehr dankbar bin ich für die vielen Rückmeldungen, die ich nach meinen Gottesdiensten bekomme. Jeder Hinweis war und ist mir wichtig – schließlich lerne ich noch. Und ich möchte gern verstanden werden. Mir tut Gott gut und die Gewissheit, ihn an meiner Seite zu haben, ermutigt und tröstet mich. Genau das wünsche ich auch allen anderen und genau das ist es, was ich ihnen näherbringen möchte. Ich wünsche mir, dass diese Botschaft ankommt. Übrigens absolviere ich meine Ausbildung nicht nur für die Kirchengemeinde Marne, sondern für das ganze Kirchspiel. So durfte ich schon Andachten in Brunsbüttel halten und mich an Gottesdiensten in Eddelak und St. Michaelisdonn beteiligen. Und wenn es sich auch noch so anfühlt, als sei das Gespräch mit Katja und Jochen Hose gerade erst gewesen, ist mein Abschlussgottesdienst nun doch schon in Sicht. Am 8. November ist es soweit und ich bin natürlich jetzt schon fürchterlich aufgeregt. Ich hoffe sehr, dass sich möglichst viele auf den Weg in unsere Marner Maria-Magdalenen-Kirche machen werden. Herzliche Grüße von Ihrer und Eurer Svenja Engel

Geistliches Wort

 

Liebe Leserinnen und Leser,

während unseres Urlaubs gerieten mein Mann und ich in ein starkes Gewitter. Wir konnten uns nur knapp vor Wolkenbruch, Blitz und Donner ins Auto retten.
Gewittern begegne ich immer mit gemischten Gefühlen. Halb gefällt mir das Naturschauspiel: Tiefgrauer Himmel, ein besonderes Licht, alles ist in Bewegung und das drückend Schwülwarme mit einem Schlag verschwunden.
Aber, ich gebe zu, das Getöse verunsichert mich regelmäßig. Faradayscher Käfig hin oder her. Ich habe Angst. Mein Standardsatz: „Im Auto sind wir ja sicher!“ fällt mindestens einmal, bevor das Spektakel vorübergezogen ist.
Wäre es nicht praktisch, wenn es für alle Lebenslagen, denen wir ausgeliefert sind, einen ‚Faradayschen Käfig‘ gäbe? Frei nach dem Motto: Ich habe zwar schlechte Nachrichten bekommen, weiß nicht, wie es weitergeht, aber was macht es schon? Im Auto bin ich ja sicher.
Oder so: In der Welt geht es politisch drunter und drüber, wildgewordene Staatsmänner richten Unheil an, aber ein Glück: In unseren Autos sind wir ja sicher. Ist natürlich Mumpitz.
Nichts ist sicher. Noch nicht einmal die Familie ist für alle Menschen ein sicherer Ort. Wenn wir auf die Nachrichten der letzten Tage schauen, wird uns dies verstörend bewusst. Und jetzt? Mir fällt dazu ein Kanon bzw. ein afrikanisches Sprichwort ein. „Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern!“
Wie es gelingen kann, dass jeder und jede auf den anderen Acht gibt, haben wir im Frühjahr erlebt. Da geht viel, wenn möglichst alle an einem Strang ziehen und Rücksicht nehmen.
Da passiert etwas, wenn Menschen füreinander eintreten. Da gerät etwas in Bewegung, wenn Missstände offengelegt werden und nicht länger vertuscht werden. Und da wächst Vertrauen in das Gute, wenn wir uns auf den besinnen, der uns zusagt: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Gottes Tür steht uns jederzeit offen. Er versteht und weiß. Und das ist kein Mumpitz. In diesem Sinne, lasst uns viele kleine Schritte durch den Sommer tun.
Sehr herzlich grüßend
                                                                  Ihre Pastorin Sandra Ruge-Tolksdorf