Kirchengemeinde Marne

A chinese lion statue

Herzlich Willkommen auf der Homepage der Kirchengemeinde Marne. Wir möchten Sie gerne informieren und einladen: Besuchen Sie uns in unserern Gottesdiensten, in unseren Gruppen und Kreisen oder den besonderen Veranstaltungen. Wir freuen uns auf Sie!

Aktualisierung vom 19.September

– Aktuelle Predigt vom 19. September (siehe Aktuelle Predigt)

Konfirmationen in Marne

Es ist geschafft!

Im Sommer 2019 fing eigentlich alles ja ganz normal an. So schien es jedenfalls. Die Jugendlichen, die im Mai 2021 konfirmiert werden wollten, hatten sich angemeldet und zu ihrem Begrüßungswochenende in unserer Maria-Magdalenen-Kirche und in unserem Gemeindehaus getroffen und ihren Begrüßungsgottesdienst vorbereitet. Nachdem sie sich in vier Gruppen eingeteilt hatten, ging es los. Am Dienstag mit Pastor Hose und am Donnerstag und Freitag mit Pastor Petrowski. Bis zum Februar 2020 verlief dann alles wie geplant. Und dann. Dann wechselte Pastor Hose nach Kiel und es folgte die erste Änderung für die meisten der Konfirmand*innen. Pastor Petrowski wechselte vom Donnerstag auf den Dienstag und unsere Gemeindepädagogin Marlene Tiessen übernahm die Donnerstagsgruppen. Für die Freitagsgruppe änderte sich nichts. Noch nicht. Denn im März stand mit einem Male alles still. Von einem Tag auf den anderen bestimmte Corona auch den Konfirmand*innenunterricht. Nichts ging mehr. Wir hatten damals keine Ahnung und keine Vorstellung davon, wie es weitergehen kann, soll und wird. In der Zeit der ersten Lockerungen konnten wir uns dann in unserer Kirche treffen. War aber nicht so prickelnd. Irgendwann haben wir uns dann dazu durchgerungen und den Unterricht als Home-Konfirmandenunterricht angeboten. Alles sehr aufregend und neu, vor allem für Marlene Tiessen und Rainer Petrowski. Die Jugendlichen dagegen kanntet das ja schon von der Schule. Die anfängliche Nervosität verging schnell, vor allem weil nahezu alle trotz mancher technischer Probleme am Ball geblieben sind. Die Beteiligung lag über 90%. Das ist schon ziemlich gut. Und obwohl normalerweise keine Hausaufgaben zur Konfirmandenzeit gehören, haben die Jugendlichen in der Regel die Aufgaben auch erledigt. Manche ab und an kurz vor unseren Zoomkonferenzen am PC oder sogar während des Unterrichts. Egal. Sie waren mit Interesse und Neugier und vor allem viel Spaß und Freude dabei. Am Ende konnten wir uns dann doch noch einmal in unserem Gemeindehaus und in unserer Kirche treffen. Wir bedauern es sehr, dass wir kein Konfirmandinnen-Wochenende und auch keine Vorstellungsgottesdienste durchführen konnten. Höhepunkte in der Konfirmand*innenzeit. Was für eine merkwürdige Zeit. Und doch denke ich, dass wir das Beste daraus gemacht haben. Gemeinsam.

Und nun ist es also geschafft und wir feiern im August zehn Konfirmationen in Marne und Neufeld. Der Kirchengemeinderat, Marlene Tiessen und unser Pfarrteam gratulieren allen Konfirmand*innen und wünschen ihnen eine unvergessliche Konfirmation. Außerdem danken wir den Eltern für die konstruktive Begleitung und Unterstützung in den zurückliegenden Monaten, die für alle Beteiligten nicht so ganz einfach gewesen ist.

Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für Eure Zukunft!    

Termine siehe: Gottesdienste

Geistliches Wort

Herr, wohin sollen wir gehen?

„Herr, wohin sollen wir gehen?“ Ich kann mir vorstellen, dass das eine der Fragen ist, die sich die 52 Jugendlichen stellen, die im August in unserer Marner Maria-Magdalenen-Kirche und in unserer Kapelle in Neufeld konfirmiert werden. Und ich finde diese Frage mehr als verständlich und berechtigt. Gerade in unserer Zeit, gerade mitten oder vielleicht doch schon am Ende der Pandemie. Ich beneide sie nicht. Sicher, auf der einen Seite haben sie heute scheinbar unendlich viele Möglichkeiten. Scheinbar stehen ihnen heute unendlich viele Wege offen. Doch genau das führt nicht selten dazu, dass Jugendliche den Überblick total verlieren, vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen und überfordert sind. So viele Stimmen dringen auf sie ein. So viele „Wegweiser“ und „Hinweisschilder“ begegnen ihnen auf ihrem Weg. In einem seiner neuen Lieder drückt es der deutsche Reggae-Musiker Gentleman, Sohn eines ev. Pastors, so aus:

„Ich sitze auf dem Sofa und denk, ich muss mich anschnallen.
Fernsehbilder stürzen auf mich ein. Gedanken werden Vasen, die mir dauernd aus der Hand fallen.
Die Welt scheint nicht mehr bei Verstand zu sein.
Slowmotion oder Fast-forward.
Verlieren wir das Gleichgewicht.
Wenn du irgendwo die Fernbedienung siehst.
Ey, komm tu mal was für mich.
Drück mal kurz auf Stop und halt alles an.
Bitte gib mir mal Time-out.
Es ist alles viel zu hell, alles viel zu schnell.
Es ist alles viel zu laut.“

Und wenn ich dann auf die zurückliegende Konfirmand*innenzeit zurückblicke? Mit einem „normalen“ Start im Sommer 2019, dem Lockdown im Frühjahr 2020, Unterricht in Kleingruppen in der Kirche im Herbst 2020, Digitalunterricht 2021 und schließlich zwei Treffen im Gemeindehaus und in der Kirche? Was konnten Marlene Tiessen und ich den Jugendlichen mit auf den Weg geben? Konnten wir die Jugendlichen irgendwie für die Frohe Botschaft von der bedingungslosen Liebe Gottes begeistern? Konnten wir ihnen irgendwie zeigen, dass es sich lohnt, sich auf den Weg mit Gott zu machen, weil es ein Weg ist, auf dem das Leben und die Liebe im Mittelpunkt stehen? Ich weiß es nicht. Die Zukunft wird es zeigen. „Herr, wohin sollen wir gehen?“

Ihr und Euer Pastor  Rainer Petrowski