Kirchengemeinde Marne

A chinese lion statue

Herzlich Willkommen auf der Homepage der Kirchengemeinde Marne. Wir möchten Sie gerne informieren und einladen: Besuchen Sie uns in unserern Gottesdiensten, in unseren Gruppen und Kreisen oder den besonderen Veranstaltungen. Wir freuen uns auf Sie!

Sommerfreizeiten

Kinderfreizeit 2020

Mit 40 Kindern aus der Region eine Woche wegfahren. Gemeinsam spielen, singen, baden im hauseigenen Badesee, Kanufahren, basteln und eine biblische Geschichte erleben:

  • für Kinder von 9-12 Jahren
  • im Jugendheim Lichtensee in Hoisdorf
  • 6.-11. Juli 2020 (Familiengottesdienst am 12.7.)

Anmeldungen ab Ende November möglich mit dem Anmeldeflyer

 

Abenteuerlager Schweden 2020

Aus Dithmarschen sind wir 30 Leute, auf dem Lager in Schweden sind wir über hundert Leute. Wir schlafen in Zelten und essen draußen. Bei schlechtem Wetter treffen wir uns in der Scheune. Gemeinsam Schwedens Natur genießen, baden, singen und über Gott nachdenken. Dazu kommen ein großes Geländespiel, eine dreitägige Kanutour und eine zweitägige Wanderung.

für Jugendliche von 13-17 Jahren

Zeltlager in Südschweden in der Nähe von Växjö

19.7.-2.8. 2020

Anmeldung ab Ende November möglich mit dem Anmeldeflyer

Informationen für beide Freizeiten bei Marlene Tiessen

 

Geistliches Wort

Liebe Leserinnen und Leser,

haben Sie Angst vor Weihnachten? Welches Glück für Sie, wenn Sie über diese Frage nur staunen und milde lächeln können und kopfschüttelnd antworten: „Im Gegenteil, ich freue mich jedes Jahr auf Weihnachten! Für mich kann Weihnachten gar nicht früh genug anfangen!“
Mehr Menschen als wir ahnen, fürchten sich vor Weihnachten. Da sind die Familien, bei denen Weihnachten ein Platz am Tisch leer bleibt, weil diejenige verstorben ist, die sonst dort

saß. Wenn so viele sich freuen, dann wiegt die Trauer doppelt schwer. Da sind die, die schon wissen: „Weihnachten, da bin ich alleinl“ Entweder sind die verstorben, die früher mit feierten, oder weit weg, oder sie haben einen vergessen. Wenn so viele im Kreis ihrer Familie feiern, dann wird die Einsamkeit zur drückenden Last. Da sind die, die sich vor den Feiertagen fürchten, weil sie sich nichts mehr zu sagen haben, weil die Liebe zerbrochen ist und Worte nur noch böse Worte sind. Oder die, denen an Weihnachten ganz besonders deutlich wird, wie viel in ihnen zerbrochen ist, wie viele Hoffnungen scheiterten, wie oft sie versagten – wo so viel Glanz ist wie an Weihnachten, da sind die Schatten besonders dunkel.

Gerade für die, die sich vor Weihnachten fürchten, ist Weihnachten da. Denn von seinem Ursprung her ist Weihnachten nicht
das große, strahlende Fest. Wir feiern die Geburt Jesu, wir feiern das Kommen Got

tes in unsere Welt. Mit jedem Satz erzählt die Weihnachtsgeschichte, wie Gott ins Dunkel kommt, abseits der Paläste und Feste, wie die, die nichts gelten, die Engel hören und das Kind zu sehen bekommen.

Für Menschen, die Angst vor Weihnachten haben, schreibt Jochen Klepper sein bekanntes Lied:

„Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern. So sei nun Lob gesungen dem hellen Morgenstern. Auch wer zur Nacht geweinet, der stimme froh mit ein. Der Morgenstern bescheinet auch deine Angst und Pein.

Noch manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und -schuld. Doch wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld. Beglänzt von seinem Lichte, hält euch kein Dunkel mehr. Von Gottes Angesichte kam euch die Rettung her.“

Jochen Klepper wird am 22. März 1903 in Beuthen/Oder geboren. Wie sein Vater studiert er Theologie, arbeitet dann aber als freier Schriftsteller. 1931 heiratet er die jüdische Witwe Hanni Gerstel-Stein, die 1938 zum evangelischen Glauben übertritt. Sie bringt zwei Töchter mit in die Ehe. Da seine Frau Jüdin ist, aber auch aufgrund seiner kritischen Haltung den Nazis gegenüber, kommt es unweigerlich zum Konflikt. 1937 wird er arbeitslos. Im Advent 1938 schreibt er: ,,Die Nacht ist vorgedrungen.“ Mehrmals erwägt er eine Flucht ins Ausland gemeinsam mit seiner Frau, kann sich dann aber doch nicht dazu durchringen. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges verschärft sich die Situation. Ein Jahr lang ist Jochen Klepper Soldat an der Ostfront, wird im Oktober 1941 jedoch als ,,wehrunwürdig“ entlassen: Der Grund ist seine jüdische Ehefrau. Ende 1942 scheitert die Ausreise der jüngeren Tochter. Die Älteste war bereits rechtzeitig

ins Ausland geflüchtet. Zudem muss Jochen Klepper befürchten, dass seine Ehe zwangsgeschieden wird. Als die Deportation seiner Familie in ein Konzentrationslager unmittelbar bevorsteht, nimmt er sich gemeinsam mit seiner Frau und seiner Tochter am 11.Dezember 1942 das Leben.

Trotz allem hielt Jochen Klepper an seinem Glauben fest, dass nicht die Not und der Tod am Ende stehen, sondern der Beginn von etwas ganz Neuem. Eine wichtige Stütze war ihm der Blick auf das Kind, aus dem der wird, der die Not der Menschen teilt, der in die letzte Verlassenheit des Todes geht und am Kreuz stirbt und den Gott am Ostersonntag auferstehen lässt. Der Tod nicht Ende, sondern Beginn.

Dass auch Sie in dieser Hoffnung Weihnachten feiern können, wünscht Ihnen
Ihr

Rainer Petrowski

Der perfekte Christ / die perfekte Christin

Das Video zum Kirchspielsgottesdienst kann hier gesehen werden: https://youtu.be/IGBLdpNAgbs