Gedenkstätte für verstorbene Kinder

Juni 3rd, 2015

Gedenkstein_1804x1310… die niemals leben durften

oder deren Zeit auf dieser Erde zu kurz war.   

 

„Ich lebe und ihr sollt auch leben!“ (Jesus Christus)

Was wollen wir?
Wenn ein Kind stirbt oder tot zur Welt kommt, tritt das Schlimmste ein, was man sich als Eltern vorstellen kann. Leider kommt das nicht sehr selten vor. Etwa ein Drittel aller Schwangerschaften endet traurig. Ein schmerzhaftes Thema, über dem oft der Mantel des Schweigens liegt.
Um so mehr braucht es Orte, wo man dieser ganz Kleinen gedenken kann. Auch wenn ihre Kraft zum Leben nicht reichte, so ist sie stark genug, um für immer in den Herzen ihrer Mütter und Väter zu bleiben. Viele von ihnen wurden früher nicht würdig beerdigt, da es für sie keine Bestattungspflicht gibt.
Die Gedenkstätte auf dem Marner Friedhof ist ein Ort, an dem all die ungeweinten Tränen sein dürfen, auch Jahre oder Jahrzehnte später. Niemand kann die Trauer wegnehmen, aber man ihr ein Stück Würde zurückgeben.

Was drückt die Stele aus?
In der Mitte der Gedenkstätte befindet sich eine helle Marmorstele. Die quadratische Form steht im Unterschied zum Kreis dafür, dass alles Leben begrenzt ist. Die helle Farbe symbolisiert Reinheit und Unschuld sowie den Glauben an die Auferstehung.
Wie ein Fingerzeig weist die Stele nach oben. In die Richtung, in die all die Gefühle der Trauer und die Sehnsucht nach letztendlicher Geborgenheit gehen. Die unendliche Geschichte Gottes mit uns Menschen endet auch an der Grenze des Todes nicht.Gedenkstein-Regenbogen-Sterne_1396x774
In den oberen Teil der Säule ist ein Himmelsbild eingefügt: Regenbogen, Sterne, Wölkchen, bei Tag und bei Nacht. Im Hintergrund steht die Geschichte von Sintflut und Bewahrung.
Wer ein Kind gehen lassen musste, weiß, was Zerstörung der Lebensträume bedeutet. Der Regenbogen schlägt den Bogen zwischen Himmel und Erde, Regen und Sonne. Seine Farben deuten die Hoffnung auf ein Morgen an, mitten im Tal der Tränen.
Die Sterne und Wölkchen, die den Regenbogen umspielen, sind Sinnbilder für die kleinen Seelen, die ihren Platz im Himmel gefunden haben.

Warum eine Gedenkstätte?
Die Idee, die Trauer um totgeborene oder früh verstorbene Kinder in den Mittelpunkt zu stellen, entstand in Zusammenarbeit mit betroffenen Eltern. Sie können am besten nachempfinden, wie es Menschen in einer solchen Situation geht. Die Kirchengemeinde Marne hat dieses Anliegen gerne aufgenommen.
Die Gedenkstätte bietet auch die Möglichkeit, Fehl- oder Totgeburten würdevoll beizusetzen, die von der Bestattungspflicht nicht erfasst sind (unter 500 g).
Hinzu kommt das Angebot der Seelsorge. „Ich will leben und ihr sollt auch leben!“ Es ist das Herzstück unseres Glaubens, dass der Tod die Liebe nicht besiegen kann. Wir vertrauen auf diese Kraft Gottes, die der Mut zum Neufanfang ist.

Welche Hilfen gibt es?
Adressen:
Friedhofsverwaltung / Kirchenbüro in Marne, Tel 04851 574
Pastoren Katja und Jochen Hose 04851 8274
Pastor Arnd Lempelius 04851 9569727

Selbsthilfegruppe Verwaiste Eltern
Burg: Kontakt über Freundeskreis Hospiz, Meldorf, Zingelstr. 6, Tel. 04832 55000Gedenkstein-Regenbogen-Wolken_1330x712
Hamburg: Bogenstraße 26, Tel. 040 45 000 914 (Hier gibt es auch Trauerseminare
www.vesh.de und www.verwaiste-eltern.de

Bücher:
Gute Hoffnung – jähes Ende, H. Lothrop
Um Kinder trauern, A. Wiese
Wenn ein Kind stirbt, M. Ritter
Kindergrabmale, A. Wiese, P. Morgenbrodt
Siehe auch www.mini-sarg.de

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