Geistliches Wort

Juli 29th, 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

 

man kann Töne wahrnehmen, ohne die Musik zu hören;

man kann Farben sehen, ohne das Bild zu erkennen;

man kann durch die Welt gehen, ohne Gott zu erschauen.

Nicht immer sind Töne da, die sich zu Musik fügen; oder Farben, die ein Bild ergeben. Nicht immer erscheint Gott.

Man muss hören können, um Musik zu genießen;

sehen, um Freude an Bildern zu haben.

Vielleicht hat nicht jeder die Möglichkeit, Gott in der Welt zu erspüren.

Wenn jemand sagt, dass er keine Musik hört, halte ich ihn für unmusikalisch.

Ich bedauere ihn.

Wenn jemand sagt, dass die Farben auf der Leinwand im Museum keine Kunst sind, zucke ich mit den Schultern. Vielleicht hat er sich noch nie die Zeit für ein modernes Bild genommen.

Wenn jemand sagt, dass es keinen Gott gibt, frage ich nach, was er erlebt hat. Es kann sein, dass ein Schicksalsschlag ihm Gott verdunkelt hat. Wenn nicht, wünsche ich ihm, dass ihm die Augen des Herzens aufgehen.

Gott ist erschienen. In den Geschichten Jesu können wir uns einüben, Gott zu erkennen. In der Dunkelheit einer schlaflosen Nacht, in der Freude über einen neuen Menschen, in der Wohltat eines Geschenks ohne Gegengabe ist Gott erfahrbar geworden. Die Geschichte Jesu macht sensibel für das Wirken Gottes in unserer Gegenwart.

Gott schenke uns ein Weihnachtsfest, das so in uns weiterwirkt.

Ihr         Pastor Jochen Hose

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