Geistliches Wort

Juli 29th, 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

„Na, haben Sie schon alle Geschenke besorgt?“.Diese Frage traf mich zehn Tage vor dem Heiligen Abend unvermittelt. Ich war verwirrt. Welche Antwort erwartete man von mir? Ein „Ja“ hätte mir sicher ein Lob eingebracht. Mit einem „Nein, das habe ich noch nicht geschafft!“ hätte ich Mitleid ernten können. Mich aber erinnerte diese Frage an mein grundsätzliches Problem: Was ich zu Weihnachten verschenke, kann ich nicht besorgen, nicht einkaufen, nicht anfertigen lassen. Ich kann es nicht im Internet bestellen oder auf dem Weihnachtsmarkt erstehen. Ich kann es allenfalls verpacken. Ja, das ist wohl meine Aufgabe – es gut zu verpacken. Natürlich muss ich mich davor hüten, zu viel Verpackungsmüll zu produzieren. Schließlich will ich nicht nur ökologisch sinnvoll handeln, sondern auch die Aufmerksamkeit auf den Inhalt meines Geschenkes lenken. Die Verpackung soll einladen, mein Geschenk zu öffnen. Ehrlich gesagt ist es im Grunde gar nicht „mein Geschenk“. Ich bin eher die Überbringerin, so eine Art „Weihnachtsfrau“. Und darum werde ich es Ihnen jetzt auch einfach überreichen. Wusste ich es doch! Sie können es nicht abwarten und haben schon mal hineingespäht: Ein Kind in einem Holzkasten. Und die beiliegende Karte haben Sie auch schon gelesen: „ Ich bin für dich Mensch geworden! Gott“ Sie verstehen nicht, was das soll? Sie wissen nicht, wie Sie sich für dieses Geschenk bedanken können? Am besten besuchen Sie einen unserer Weihnachtsgottesdienste! Herzlich willkommen! 
Katja Hose

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